Mr-Money Sachvergleichsrechner mit Alt-Tarif Versnavi online

Die Geschichte zum Produkt:

Es begann im Büro ohne Fenster.

Es schlug das Jahr 1996 und das Internet in Deutschland war in aller Munde. Allerdings war der Zugang auch noch im Minutentakt zu zahlen. Da ich schon immer großes Interesse an Programmiersprachen und Technik hatte, eignete ich mir zwischen den Weihnachtsfeiertagen HTML Kenntnisse und Programmierkenntnisse in Perl an. Meine Idee war, die Programmierung von Online Versicherungsanträgen um diese auf Webseiten zu präsentieren und damit das große Geld zu verdienen.

Ein Angebot pro Sparte reichte.

Ich suchte mir jeweils das meiner Ansicht nach beste Versicherungsprodukt in jeder Sparte und erstellte eine einfache Webseite zum Selbstrechnen und Ausdrucken. Nun brauchte ich nur noch Besucher auf meiner Webseite, dessen Name noch nicht einmal feststand.

Der kleine Mr-Money wurde geboren.

Ich überlegte mir mit meiner damaligen Freundin verschiedene Domainnamen für dieses Projekt. Aus den bestimmt 20 Vorschlägen konnten wir uns nach einer Woche nur noch an einen Namen erinnern und das war “dummerweise” Mr-Money.
Wir hatten allerdings nicht bedacht, dass dieser Name eigentlich unseriös klingt und natürlich für das große Geschäft ungeeignet ist. Ich habe mir unzählige Male überlegt diesen Namen zu ändern, allerdings ist es immer dabei geblieben.

So habe ich Altavista überlistet.

Damals war AltaVista die führende Suchmaschine, ich glaube Google war noch nicht einmal geboren. Ich musste also mit meiner Webseite am besten auf Platz 1 bei den jeweiligen Suchbegriffen kommen. Ich besorgte mir einige “Hacker” Informationen, wie man Webseiten pusht und setzte diese um. Tatsächlich war ich innerhalb weniger Tagen mit allen Suchbegriffen mindestens Platz 3. Wenn dies heute noch klappen würde, wäre man wahrscheinlich in einem Monat mehrfacher Millionär. :-)

Altavista hatte aber was dagegen.

Die Webseiten wurden gut besucht, allerdings entwickelt sich das Internet auch weiter und bald wurde ich bestraft und verlor alle Platzierungen. Solche Rückschläge kommen noch einige Male. Aber getreu nach dem Motto: “Aufgeben kannst du bei der Post” machte ich immer weiter und ließ mich nicht entmutigen. Ich baute mir aber eine ganze Reihe von Webseiten auf und am Ende stiegen die Besucherzahlen wieder.

Aus einem Tarifrechner wurde ein Vergleichsrechner.

Ich nenne ausnahmsweise hier mal einen Namen eines guten Freundes, der mich als Deurag Maklerbetreuer “zwang” neben dem damals richtig günstigen RU Rechtsschutztarif den teuren Deurag Tarif parallel mit darzustellen. Uwe Bartsch meinte, dass die Leute auch den teuren Tarif kaufen werden. Natürlich wusste er es nicht. Er behauptete das nur, damit ich Deurag mit vermittle. Ich programmierte also nun einen Vergleichsrechner, in dem ich noch weitere Produkte aufnehmen konnte. Perl als Programmiersprache wurde durch php ersetzt, was zum Glück die richtige Entscheidung war, um gute Programmierer zu finden.

Makler sind schwierig, um es vorsichtig zu sagen.

Mein Rechner war recht schnell bekannt im Netz und mich sprachen Makler darauf an, ob sie diese Technik nicht auch nutzen könnten. Also wurde das System erweitert, damit diese Technik auch auf anderen Webseiten eingesetzt werden kann. Allerdings waren die Wünsche der Makler so vielseitig, dass eine gewisse Unzufriedenheit auf beiden Seiten aufkam. Ich beschloss nach einigen Monaten die Vermietung der Vergleichsrechner an Makler einzustellen.

Wenn es eben keinen Weg gibt, machen wir einen.

Meine neue Idee war, unseren eigenen Vergleichsrechner auf Webseiten zu platzieren, die eine hohe Durchdringung haben und diesen Webseiten eine Provision zu zahlen. Das klappte tatsächlich richtig gut. Viele große Player, die man heute kennt, haben mit unserem Partnerprogramm begonnen. Dazu gehören zum Beispiel, geld.de, finanzen.de, verivox.de und viele Startups, die manchmal so schnell gehen wie sie kommen.

Irgendwann war dieser Markt aber ausgeschöpft und check24 wurde immer stärker. Noch heute beneide ich check24, weil sie nur ein Rechner Design entwickeln und pflegen müssen, was auf allen Seiten nahezu identisch aussieht.

Ein Schritt zurück, damit es nach vorn geht.

Wir beschlossen nun doch wieder unseren Vergleichsrechner an Makler zu vermieten. Unsere Vergleiche hatten nun schon viele Funktionen, die sich der Makler wünscht.
Unsere Zielgruppe waren die Pools, mit dem Hintergedanken, dass uns diese Strategie schnell bekannt macht. Wir bekommen in relativ kurzer Zeit einen interessanten Marktanteil, der uns auch das Überleben sichert und in Verbindung mit unserer eigenen Maklerei konnten wir die Vergleichsrechner schneller und billiger entwickeln als unsere Mitbewerber. Auch konnten wir die Entwicklung der Vergleichsrechner durch unsere eigenen Provisionseinnahmen finanzieren.

Mitbewerber werden gekauft.

Der Markt war im Laufe der Jahre aufgeteilt und die 3-4 großen Vergleichsprogrammhersteller lebten alle gut nebeneinander her. Verdrängungswettbewerb spürten wir kaum, allerdings war ein großes Wachstum auch nicht mehr möglich.
2017 wurde der bekannteste und größte Vergleicher Softfair von FondsFinanz gekauft. Ein großer Ruck ging durch den Markt, denn auf einmal hatte der größte Mitbewerber Zugriff auf Daten seiner Konkurrenten. Kurz danach wurde InnoSystems an Hypoport verkauft. Hypoport kauft auch noch einige andere große Versicherungssoftware Hersteller.

Zukunft, allein aber glücklich.

Für uns hat diese Marktbewegung eine positive Wirkung. Einige große Player haben mit uns Kontakt aufgenommen und planen den Umstieg auf unsere Technik. Nun könnte man die Frage stellen, ob wir nicht auch verkauft werden. Der Unterschied zu den anderen Vergleichern ist, dass es uns finanziell sehr gut geht. Wir haben die letzten Jahre viele richtige Entscheidungen getroffen und mit einem kleinen Team sehr effektiv gearbeitet. Genauso soll es auch weitergehen. Wir konzentrieren uns auf das, was wir gut können und entwickeln unsere Produkte schneller weiter als andere, weil wir sie selbst einsetzen.

Verfasst von Dirk Natschke (Geschäftsführer der Mr-Money Gruppe)

Webinar #3